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Emsland-Studie – Perspektiven entwickeln

Die Studie „Von Kirchtürmen und Netzwerken – Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“ des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung wurde vom Bistum Osnabrück und dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück in Auftrag gegeben. In der sogenannten Emsland-Studie wurde der Zusammenhang zwischen der positiven Entwicklung des Landkreises mit dem bürgerschaftlichen Engagement und den christlich (meist katholisch) geprägten Strukturen untersucht.

Noch vor 60 Jahren galt die Region als Armenhaus der Republik. Heute scheint die Zukunft mit wettbewerbsfähigen mittelständischen Unternehmen, niedriger Arbeitslosigkeit und stabilen Bevölkerungszahlen gesichert. Den Grund dafür sieht das Berlin-Institut im tatkräftigen Menschenschlag, der es aus reiner Notwendigkeit gewohnt ist, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Traditionelle dörfliche Strukturen ermöglichen im Emsland eine Verantwortungsgemeinschaft rund um den eigenen Kirchturm. „Kleinteiliges“ ehrenamtliches Engagement in kirchlichen Verbänden, Nachbarschaftshilfen, Sport-, Heimat- oder Schützenvereinen, lokalen Bündnissen oder Feuerwehren ist eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, sind frühzeitig Strategien zu entwickeln. Der fortlaufende gesellschaftliche Wandel muss wahrgenommen, angenommen und gestaltet werden.

Mit der Projektstelle soll ein Anlaufpunkt geschaffen werden, der für die Verbreitung der Inhalte der Emsland-Studie koordinierend tätig ist. Vereine, Gruppen, Institutionen, Kirchengemeinden und Kommunen haben die Möglichkeit, die Ergebnisse der Studie und die damit verbundenen Herausforderungen vorgestellt zu bekommen. In den Handlungsempfehlungen steckt viel Potential zur Weiterentwicklung des Emslandes und des ehrenamtlichen Engagements vor Ort. Die Studie des Berlin-Institutes kann so als Grundlage für die Umsetzung neuer und innovativer Projekte dienen.

Zwischenbericht August 2019

Im ersten Projektjahr konnten im Emsland unter anderem das „Netzwerk Ehrenamt“, der Runde Tisch „landwärts“, die evangelisch-lutherische Kirchenkreiskonferenz Emsland / Grafschaft Bentheim, die katholischen Dekanatsreferenten und Dekanatsjugendreferenten sowie die Dienstversammlung der haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeister*innen über die Ergebnisse der Studie und die Angebote des „macher“-Projekts informiert werden.


Vorstellung bei der Dienstversammlung der Bürgermeister*innen im Kreishaus

Darüber hinaus wurden Vorträge bei der Arbeitsgemeinschaft Caritative Dienste, den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Vollversammlung des Kreisjugendrings und bei der Veranstaltung „Zukunft Ehrenamt“ des Landkreises Emsland gehalten. Dieses Angebot wurde ebenfalls von Mitgliederversammlungen, einem kommunalen Vereinsforum, Seniorengruppen oder einer internationalen Frauenbegegnung in Anspruch genommen.

Außerdem wurden im vergangenen Jahr alle fünf Bezirksbildungstage der Kolpingsfamilien im Emsland in den Bezirken Hümmling, Meppen, Lingen, Freren und Aschendorf unter dem Titel „Von Kirchtürmen und Netzwerken – Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“ veranstaltet. Nach Berichten über Studie und „macher“-Projekt wurde ein Gespräch mit einem Pfarrer und dem lokalen Bürgermeister/ der Bürgermeisterin zur Engagementstruktur im Emsland und zur aktuellen Vernetzung von Kirche und Politik moderiert. Die anwesenden Kolpingern haben im Anschluss die Herausforderungen im Ehrenamt durch gesellschaftliche Veränderungen rege mit den Verantwortlichen aus Kirche und Kommune diskutiert.


Bezirk Hümmling am 04.11.2018 in Sögel        Bezirk Meppen am 10.11.2018 in Herzlake


Bezirk Lingen am 11.11.2018 in Emsbüren     Bezirk Freren am 20.11.2018 in Schapen

Das Interesse an den Inhalten der Emsland-Studie ist nach wie vor groß. Von den Teilnehmer*innen der verschiedenen Veranstaltungen gibt es regelmäßig Anfragen für die Vorstellung bei weiteren Zielgruppen oder für die konkrete Weiterarbeit an den Ergebnissen der Studie vor Ort. Im September 2019 hat die Projektreferentin dafür beispielsweise den Thementag Diakonie des evangelisch-reformierten Synodalverbundes und des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises genutzt und die Veranstaltung „Gemeinde bunt denken - Ehrenamt zukunftsfähig gestalten“ moderiert.

 
 
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